Tihany > Denkmäler

1. Die Benediktiner Abteikirche mit dem Ordenshaus

Unter der Leitung von Abt Ágoston Lécs wurde die Barockkirche gebaut. Die Ausstattung wurde von Sebastian Stuhlhoff, Holzschnitter in der Ziet von 1754-1779 angefertigt. Die aus Holz geschnitzten Einrichtungen und vergoldeten Statuen gehören zu Mitteleuropas hervorragenden Schöpfungen. Diese wurden mit Deckenbilder, die in der Zeit von 1889-1890 restauriert worden, von Lotz Károly, Székely Bertalan und Deák Ébner Lajos würdig ergänzt. Die neueste innere Restauration wurde 1996 beendet.

2. Die Krypta von Andreas I.

Die vom König Andreas I. im Jahre 1055 gegründete und gleichzeitig gebaute, dreischiffige Hallenkrypta im romanischen Still, ist heute die einzige am besten erhalten gebliebene königliche Grabstätte. In der Krypta liegen der im Jahre 1060 verstorbene König und auch sein jüngster Sohn, Herzog David.

3. Reformierte Kirche, Glockenstuhl

Die Reformierte Kirche wurde im Jahre 1793 gebaut. Sie ist ein einfaches Gebäude mit rechteckigem Grundriss. Westlich erhebt sich der auf vier Pfeilern stehende, mit Schindeln bedeckte Glockenstuhl.

4. Die einstig Abtei Meierei

Siet dem 18. Jahrhundert wurde auf den Gütern der Abtei selbstversorgende Wirtschaft geführt. Im Jahre 1830 wurden die zeitgenößischen Meiereigebäude erbaut. Sie stehen am Ufer des Inneren Sees in Richtung des Dorfes. Man kann auch heute noch die ursprüngliche Schafhürde und die auf 11 Pfeilern stehende Heuscheune sehen. Im Sommer sind hier Kunststudenten tätig.

Die erneuerten Gebäude der Rinder-, Kuh-, und Kälberställe werden jetzt von der "Körösi Csoma Sándor" Stiftung für kulturell Zwecke benutzt. Das ehemalige Gesindehaus ist heute renoviertes Wohnhaus.

5. Einstiger Abteiweinkeller, Kelterhaus

Schon die Römer haben im Balatoner Oberland Wein angebaut. Tihany war in der Zeit der Gründung des Klosters ein bedeutender Weinanbauplatz und es ist bis heute so geblieben. Für die Bearbeitung und Lagerung des Weines von den Gütern der Abtei wurden im Jahre 1822 am Nordufer des Inneren Sees, ein mit doppelkreuzförmigem Grundniss und Daubengewölbe ausgestalter Keller und das im klassizischtemStil geformte Kelterhaus gebaut. Im Keller wird auch heute noch hervorragender Tihanyer Wein gelagert.

6. Einstige Getreidespecher der Abtei

Der im 19. Jahrhundert gebaute Getreidespeicher (Granarium) ist einer der größten Gebäude des Dorfes.Das zweistöckige Gebäude hat einen groben Putz, nach dem örtlichen Gebrauch ist es mit glatten weißen Streifen und Fensterrahmen aufgeteilt. Das Gebäude dient heute als Kulturhaus.

7. Einstige Dorfkneipe der Abtei

Sie wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Im Leben der Gemeinde spielte sie eine große Rolle. Nach ihrem Umbau ist die Fogas-Csárda bei den Touristen beliebt geblieben. Seinen Namen hat es fom wohl feinsten Raubfisch des Balatons, dem Zander bekommen.

8. Einstiges Arzthaus der Abtei

Das heutige Gebäude der Post war früher das Wohnhaus des Arztes der Abtei.Es wurde im 19. Jahrhundert im klassizischten Stiel gebaut. Es ist ein schlichtes, erdgeschoßiges Gebäude, und wird von 1-3-1 Fensterachsen geschmückt. Die drei mittleren Fenster werden durch eine leichte Risolit hervorgehoben, und diese durch 4 breite Mauerpfeiler betont.

9. Einstiger Sport Gasthof

An der Schiffsanlegestelle wurde im Jahre 1923 der Sport Gasthof gebaut.Heute ist er eine Gaststätte, undgehört zu den schönsten Gebäuden in der Strandsiedlung, mitten in einem schattigen Park.

10. Balatoner Limnologisches Forschungsinstitut

Aus dem Zweck der biologischen Erforschung vom Balaton wurde das Institut im Jahre 1927 ins Leben gerufen. Nach den Plänen von Kotsis István wurde das aus 5 Pavilons bestehende Gebäudekomplex erbaut.

11. Sommerschloß von Erzherzog Josef von Habsburg

Auf dem 2 ha. großen Parkgelende steht das ebenfalls von Kotsis István geplante , wunderschöne Gebäude. Es wurde in den Jahren 1924-25 gebaut. Einst diente es als Sommerschloß dem Erzherzog Josef von Habsburg. Heute ist es ein Hotel.

12.-20. Volkstümliche Baukunst, Bauernhäuser

Die traditionelle und mittelalterliche Kultur von Tihany war bis zu den 1950-en Jahren lebendig. Die Einwohner, die auf den Gütern der Burg und der Abtei arbeiten, waren arm, und es wurde auch von der Baukultur beweisen. Oft wurden auf einem Grundstück mehrere Einzimmer-Bauernhäuser gebaut. Für diese Häuser war die Rauch-Küche bezeichnend. Das bedeutete, das der Rauch durch das Dach oder durch die Tür zog. Erst im 19. Jahrhundert baute man freistehende, rauchabziehende Küche. Neben der Küche war ein Zimmer und auf der anderen Seite waren die Kammer, Scheune und Stall. In der Küche wurde mit einem Ofen, in dem Zimmern mit sogenanntem Kohle-Kachelofen geheizt. Die Hauswände waren aus Weiden geflecht und mit Lehr verschmiert, weiß gekalkt. Diese Häuser sind mit Schilf bedeckt, und das Bau-Material war die für Tihany typische Basalttuff in grauner Farbe. Die Möbelierung wurde aus Hartholz angefertigt und sie mußte mehrere Generationen dienen. Ein Teil von zahlreichen, unter Denkmalschutz stehenden Häusern - z.B.: Fischerzunfthaus, Töpferhaus - ist in ihrem ursprünglichen Zustand zu besichtigen. Sie sind in der Pisky Promenade zu finden. Die anderen Bauernhäuser sind noch bewohnt, bzw. dienen touristischen Zwecken.

MUSEUM DER BENEDIKTINER ABTEI

Das Museum befindet sich im Ordenshaus, gleichzeitig mit der Kirche gebaut wurde. Der viereckige, einstöckige Gebaudeblock schließt sich an der südlichen Seite der Kirche an. Die Gebäudefliegel umschließen einen viereckigen Innenhof. Im Ordenshaus wohnte der letzte ungarische König Karl Habsburg IV. mit seiner Frau Zita in der Zeit von 26.-31. Okt. 1921, als die Ententemechte sie hierher ins Exil schickte, bevor sie auf die Insel Madeira verbrannt wurden.

Im Museum sind zeitweilige Ausstellungen zu sehen.